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Neonatologie beschäftigt sich mit der medizinischen Begleitung von Neu- und Frühgeborenen.
Die Bilder dieser Willkommensseite sind diesen, unseren kleinen Patienten gewidmet. Mit ihren winzigen Körpern wirken sie ungeheuer zerbrechlich, jedoch repräsentieren diese kleinen Geschöpfe nicht selten Lebenswillen in seiner konzentriertesten, weil kleinsten vorstellbaren Form. Selbst langjährige „ExpertInnen“ werden immer wieder aufs Neue in Staunen versetzt.

Im Gegensatz zur Kleinheit von Frühgeborenen ist für deren Betreuung eine große Anzahl von SpezialistInnen notwendig. Diese Homepage soll Ihnen die Gesamtheit dieses Teams vorstellen, aber ebenso moderne medizinische Betreuung und Forschung nahe bringen.

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Geschrieben von Administrator   
17 Februar 2006

Historischer Rückblick und Ausblick Struktur der Abteilung


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Die Neonatologie ist ein eigenständiges Teilgebiet der Kinderheilkunde und beschäftigt sich mit dem Neugeborenen und all seinen Problemen. Ein großer Teil unserer Patienten sind Frühgeborene. Das sind Kinder, die zum Zeitpunkt der Geburt die 37. SSW noch nicht vollendet haben. Es ist uns heute möglich, Frühgeborene ab der 24. SSW am Leben zu erhalten. Zu diesem Zeitpunkt beträgt das Körpergewicht ca. 500 g. Da jedoch eine Unreife vor allem von Gehirn, Lunge, Magen-Darmtrakt und Augen vorliegt, treten in der Betreuung viele medizinische und pflegerische Probleme auf.

Der primäre Versorgungsauftrag der Klinischen Abteilung für Neonatologie ist die ambulante und stationäre Betreuung von Früh- und Neugeborenen aus dem Raum Süd-, Ost- und Weststeiermark einschließlich der Landeshauptstadt. Dieses Einzugsgebiet umfaßt jährlich ca. 10.000 Geburten. Darüber hinaus fungiert die Abteilung auch als Österreichisches Referenzzentrum für spezielle Erkrankungen der Neugeborenenperiode. Die Qualität der Neugeborenenmedizin entscheidet nicht nur über ein ganzes Lebensschicksal, sondern ist auch der wichtigste Faktor für das Ausmaß der Säuglingssterblichkeit, und diese wiederum ist ein empfindlicher Gradmesser für den gesamten Zivilisationsstatus einer Bevölkerung. Als Maß für die Leistungsfähigkeit einer Neonatologischen Abteilung gelten die Ergebnisse bei sehr kleinen Frühgeborenen. Das Erzielen einer guten Überlebensrate und vor allem einer guten Überlebensqualität ist nur möglich durch ein hoch spezialisiertes Mitarbeiterteam, in welchem ärztliche Mitarbeiter, engagierte erfahrene Kinderkrankenschwestern, Techniker, paramedizinische Versorgung (Physiotherapie, Logopädie) und Verwaltungskräfte gut zusammenarbeiten. Neben der medizinischen Betreuung ist auch ein enger Kontakt und eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern der uns anvertrauten Neugeborenen sehr wichtig für die Bewältigung der Probleme in dieser Lebensphase.
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Historischer Rückblick und Ausblick

Allgemeines Struktur der Abteilung
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Bereits Theodor Escherich (1857-1911) erkannte die Bedeutung der Neugeborenenmedizin für die Kinderheilkunde, weshalb er 1899 die erste Neugeborenenstation im Anna Kinderspital (Heinrichstraße, Graz) errichtete und Neugeborene aus der, in der Paulustorgasse befindlichen, Landesfindelanstalt übernahm. Der Verdienst Escherichs kann gar nicht hoch genug bewertet werden, da Säuglingsstationen in Kinderkrankenhäusern jener Zeit wegen der hohen Sterblichkeit (60-70%!) eher unerwünscht waren. Der negative Trend der Neugeborenensterblichkeit hielt bis in die frühen 70er Jahre dieses Jahrhunderts an, und bedauerlicherweise wies unser Bundesland einen weit über den österreichischen Durchschnitt liegenden Wert von 23%o auf. Mit gewaltigen Anstrengungen gingen medizinisch und politisch Verantwortliche daran, diesen Zustand abzuhelfen und nachdem 1974 erstmals Neugeborene in der Steiermark künstlich beatmet wurden, wurde 1975 ein Abholdienst aus auswärtigen Spitälern eingerichtet. 1977 erfolgt die Adaptierung 5 einfacher Krankenzimmer zur Neonatologischen Intensiv-Station im 3. Stock der Univ. Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde. 1993 wurde mit der Planung eines neuen Intensiv-Behandlungs- und Ambulanzbereiches begonnen, welcher nun seit Ende 1997 in Betrieb ist. Somit zählt die I-Station der Klinischen Abteilung für Neonatologie baulich zu den modernsten in Europa. 1998 wurde die Abteilung für peripartale Pädiatrie (§48 Abtlg.) sanitätsbehördlich der Klinischen Abteilung für Neonatologie zugeordnet. Es ist geplant diese Abteilung mit etwas reduzierter Bettenanzahl (10 Betten) als intensivmedizinische Erstversorgungsstation auszubauen, welche an den Kreissaal angrenzt. Dies soll intensivmedizinische Transporte von extrem kleinen Frühgeborenen in den ersten Lebenstagen in Zukunft vermeiden helfen.
Nur die Zentralisierung neonatologischer Spitzenmedizin auf eine Abteilung mit großem Einzugsgebiet sichert uns jene Erfahrung und Routine in der Behandlung oft schwierigster Krankheitsbilder. Der erzielte Erfolg kann sich auch heute sehen lassen und ist dokumentiert: ist doch die Steiermark seit Jahren jenes Bundesland, welches mit durchschnittlich 3%o die niedrigste Neugeborenen- und Säuglingssterblichkeit aller österreichischen Bundesländer aufweist.

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Struktur der Abteilung

Allgemeines Historischer Rückblick und Ausblick
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Letzte Aktualisierung ( 02 Oktober 2012 )
  http://www.neonatologie.com

Klinische Abteilung für Neonatologie
Universitätsklinik für Kinder und Jugendheilkunde
Auenbruggerplatz 38/1, A-8036 Graz